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Ein kleiner Lichtblick zum Abschluss
Schleiz.
Micky Winkler in Hockenheim
Die Erwartungshaltung vor dem Saisonfinale bei der internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft auf dem Hockenheimring war bei Micky Winkler ambitioniert. Ein Erfolgserlebnis sollte her.
Doch einen wirklichen Grund für Jubelstürme gab es bei Micky Winkler auch an diesem Wochenende nicht. „Eine schwierige Saison. Ich sehe es positiv, es kann eigentlich nur besser werden“, ließ sich der 18-Jährige zu einem kurzen Fazit hinreißen. Mit dem angestrebten Durchbruch wurde es in Hockenheim nichts. „Dafür war die Ausgangslage nach dem Qualifying zu schlecht. Vom 22. Startplatz ist es schwer nach vorn zu kommen.“ Grund für die schlechte Startposition war der Regen bzw. das Timing. „Wir sind zu etwas zu früh im Pulk rausgefahren. Etwas später waren bessere Zeiten möglich. Verpokert.“

Lausitzring 2020 1
Im ersten Rennen tat sich der Schleizer nach eigenem Empfinden sehr schwer: „Ich hing lange fest und kam nicht wirklich nach vorn. Ich habe von ein paar Stürzen der Konkurrenz profitiert, aber zu mehr als P16 reichte es nicht.“ Trostpunkte gab es im abschließenden Lauf für Micky Winkler. „Wir haben einiges am Bike geändert, das hat gefruchtet. Zum ersten Mal in dieser Saison hatte ich das Gefühl, dass Motorrad fährt, so wie ich es will. Zwar sprang im Ziel nur der 14. Platz heraus (gegenüber dem Meisterschaftsgewinner Rick Dunnik (NL) läuft aktuell noch ein Protest), aber ich war deutlich schneller unterwegs. Ein Lichtblick zum Abschluss.“
In der Abschlusstabelle der IDM Supersport 300 wird Micky Winkler, vorbehaltlich des noch laufenden Protestes gegenüber Rick Dunnik, mit 26 Punkten auf Platz 13 geführt.
Text und Fotos: Jan Müller.

Der Speed passt, nur die Resultate noch nicht
Schleiz.
Micky Winkler bei der dritte Runde der IDM auf dem Lausitzring
Langeweile keimte letzte Woche bei Micky Winkler bestimmt nicht auf. Bereits drei Tage nach dem
IDM-Rennen auf dem Sachsenring war der Schleizer schon wieder auf dem Lausitzring gefordert.
Der Auftakt in der Lausitz gestaltete sich für den Supersport 300-Piloten ziemlich holprig.
Technische Gebrechen sorgten für Kopfschmerzen. „Aufgrund einer gerissenen Kette bin ich im
ersten Training nicht mal eine Runde weit gekommen. Das war natürlich wichtige Zeit, die da
verloren ging. Dazu gesellten sich während der anderen Sessionen Probleme mit der Front des
Motorrades.“

Lausitzring 2020 1
Abhaken musste Micky auch das Qualifying: „Da war ich nicht sonderlich schnell unterwegs, was sich in Platz 19 ausdrückte.“
Während der beiden Rennen fand der 18-Jährige zurück auf die Überholspur und kassierte seine Gegner reihenweise. „Das Motorrad lieferte mir ein brauchbares Feedback, was es mir natürlich etwas leichter machte. Ich konnte einige Kollegen überholen und Lauf eins als Zwölfter beenden.“ Beim zweiten Rennen sah der Schleizer die Ziellinie als Vierzehnter: „Das Überholen gestaltete sich recht zäh. Einige recht wilde Aktionen der Kontrahenten erschwerten mir das Leben. Freiwillig hat da keiner Platz gemacht. Ich musste mir mühselig jede Position ergattern. Da wäre durchaus mehr drin gewesen, denn vom reinen Speed war ich gar nicht mal so schlecht aufgestellt.
Text und Fotos: Jan Müller.

Nicht so schlecht, aber auch nicht so gut
Schleiz.
Zweite Runde der IDM auf dem Sachsenring
Das „Heimrennen“ der diesjährigen IDM-Saison wurde für Micky Winkler, den aktuellen Umständen geschuldet, auf den Sachsenring gelegt. Der Grand-Prix-Kurs rief beim 18-Jährigen gemischte Gefühle hervor. „So richtig schlecht lief es eigentlich nicht für mich. Aber so wirklich gut dann auch wieder nicht“, blieb Micky bei seinem abschließenden Fazit unschlüssig. Unstrittig ungünstig gestaltete sich der Auftakt am ungewohnten Montag. Noch bevor das erste Training für den Schleizer hätte Fahrt aufnehmen sollen, war es auch schon wieder vorbei. Ein untypisches Fahrverhalten der kleinen Ninja endete in einen Sturz. Micky musste sich anschließend mit Hüftschmerzen auseinandersetzen. „Beim Fahren stört das noch am allerwenigsten“, biss der Auszubildende auf die Zähne. Nach einigen Tüfteleien am Motorrad fand sich Micky nach dem Qualifying auf den zwölften Startplatz wieder. „Ich habe nicht den richtigen Zug gefunden, um ganz vorne angreifen zu können“, musste Micky selbstkritisch bemerken.


Assen 2020 1
Assen 2020
Vor dem ersten Rennen wagte man im Team eine andere Getriebeübersetzung. „Die Endgeschwindigkeit erwies sich dadurch aber als viel zu niedrig. Ich hatte nicht die richtige Waffe unter dem Popo. Mehr als P14 war kaum drin.“ Für das zweite Rennen wurde die Kawasaki wieder zurückgebaut, was Micky Winkler sichtlich entgegenkam. „Leider habe ich den Anschluss an die Führungsgruppe verloren, sonst wäre hier mehr als Rang zwölf möglich gewesen. Das Feeling für das Motorrad war um Welten besser.“ Aus Sachsen konnte Micky sechs Punkte mitnehmen und rangiert damit auf den 14. Gesamtrang der hart umkämpften IDM Supersport 300-Klasse. „Mir gelingen noch nicht die Ergebnisse, die ich mir vorstelle. Aber im Vergleich zu Assen ist der Abstand gegenüber der Spitze merklich geschrumpft. Für die nächste Runde bin ich vorsichtig optimistisch.“ Lange muss Micky Winkler nicht warten, um wieder auf sein Motorrad steigen zu können. Bereits dieses Wochenende sind er und seine Mitstreiter auf dem Lausitzring erneut gefordert.
Text und Fotos: Jan Müller.

Das Warten hat endlich ein Ende
Schleiz.
Saisonauftakt der IDM in Assen
Die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft meldete sich nach der zwangsläufigen Corona-Pause in der Kathedrale des Speeds im holländischen Assen wieder zurück im Rennbetrieb. „Das große Wiedersehen erwies sich nach so langer Zeit, nicht zuletzt aufgrund des Hygienekonzeptes im Fahrerlager, zunächst als etwas gewöhnungsbedürftig“, dürfte nicht nur Micky Winkler festgestellt haben.
Der Schleizer Supersport 300-Pilot musste sich während der Trainingseinheiten mit einigen Tücken auseinandersetzen. „Ich habe viel probiert und konnte mich Stück für Stück verbessern.“ Ein Regenschauer führte in der Abschlusssession zu hektischen Szenen. Der 18-Jährige fand sich zumindest noch auf den 13. Startplatz wieder.
Im ersten Rennen des Wochenendes passte dann zwar das so wichtige Gefühl vom> Fahrer für seine Maschine, aber es mangelte an Speed. „Ich hing auf Platz zehn fest. Die ständigen Positionskämpfe ließen keinen ordentlichen Rhythmus zu. Obendrein erwies> sich meine Taktik für die letzte Runde als noch verbesserungswürdig, sodass ich nur als Vierzehnter die Ziellinie überquerte.

Training German TT Schleiz 2019

Chaotisch ging es dann im zweiten Lauf zu. Gleich mehrere Unfälle sorgten für einen Rennabbruch. Micky Winkler konnte mit viel Glück und einen unfreiwilligen Ausflug durch die holländische Wiesenlandschaft eine Sturzbeteiligung umgehen. Mit dem Re-Start tummelte sich der Schleizer wieder in einer hart umkämpfenden Gruppe. „Ich hatte meinen Wohlfühlpegel erreicht und mir einen heißen Plan für die letzte Runde zurechtgelegt. Aber ein kleiner Rutscher verhagelte dieses Unterfangen.“ Im Ziel wurde Micky Winkler als Zwölfter registriert. „Wir werden akribisch weiterarbeiten, bis ich zu meiner alten Form zurückfinde“, gibt sich der Schleizer bewusst kämpferisch für die anstehenden Aufgaben.
Jan Müller



Hallo,
letztes Wochenende war es nun endlich soweit und die 1. Veranstaltung der IDM 2020 fand in Assen statt.
Mit dem Ergebnissen von Platz 14 im 1. Rennen und dem 12. Platz im 2. Rennen bin ich noch nicht ganz zufrieden. Aber es geht gleich diese Woche weiter. Ich werden mit meinem Team 2 Tage auf dem Sachsenring testen. Wir werden dort versuchen uns optimal auf die nächsten Rennen , die vom 07.-08.September dort stattfinden, vorzubereiten.
Micky Winkler


Assen 2020 1
Assen 2020
Impressionen aus Assen


Rückkehr auf die Rennstrecke
Schleiz.
Die Motorradwelt nimmt so langsam wieder Fahrt auf. Bei den ersten europaweiten Fahrtrainings ist es den schnellen Jungs endlich wieder vergönnt, ihrem Hobby zu frönen und sich für eine kurze aber knackige Rennsportsaison vorbereiten zu können. Der Schleizer Supersport 300-Pilot Micky Winkler nutzte eine dieser Möglichkeiten, um nach langer Zeit gemeinsam mit seinem Team wieder auf eine Rennstrecke zurückkehren zu können. „Es war einfach großartig, endlich wieder auf die Piste zu dürfen und die Motorräder zu spüren“, schwärmte der schnelle Schleizer nach einem Testtag im holländischen Assen, wenngleich der 18-Jährige ein anfänglich befremdliches Gefühl nicht verleugnen wollte. „Es ging nur um ein lockeres Einrollen.“

Training German TT Schleiz 2019


Das reichte Micky Winkler bereits aus, um ein vielversprechendes Fazit zu ziehen: „Das ganze Team hat einen merklichen Schritt nach vorn machen können. Die Motorräder sehen nicht nur sehr schick aus, sondern sind auch richtig schnell. Wir sollten für dieses Jahr gut aufgestellt sein.“ Vier Veranstaltungen stehen aktuell auf dem Plan der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft. Dafür sieht sich Micky Winkler gut gerüstet und hat einiges vor. „Auf meinen persönlichen Trainingsplan stehen Konzentrations- und Fitnessübungen ganz oben. Dann sollten die Voraussetzungen für vordere Plätze nicht die Allerschlechtesten sein.“
Jan Müller

Endlich der 1. Testtag von meinem Team RT Motorsports by SKM-Kawasaki
Schleiz.
Am Mittwoch dem 1. 7. 2020 fand nun endlich der 1. Testtag von meinem Team RT Motorsports by SKM-Kawasaki in Assen statt. Nachdem ich Anfang des Jahres in Spanien schon ein paar Testrunden drehen konnte, freute ich mich riesig nach so langer Pause auf meinem diesjährigen Einsatzmotorrad die ersten Runden zu drehen. Anfangs probierten wir ein paar Einstellungen aus und es ging noch nicht um Rundenzeiten. Aber nach ein paar Turns machten sich die Veränderungen bermerkbar und die Rundenzeiten wurden auch immer besser. Leider landete ich auch mal kurz im Kiesbett, nachdem mir das Vorderrad weg rutschte, aber zum Glück ist nicht viel passiert. Es war ein sehr schöner und erfolgreicher Testtag und nun freue ich mich darauf, das die Saison nun endlich am 14.-16.08. 2020 in Assen los geht. Davor werden wir noch einmal Mitte Juli in Hockenheim testen.

Training German TT Schleiz 2019


Schleiz.
Exakt 189 Tage nach seinem verhängnisvollen Unfall beim IDM-Rennen auf dem Schleizer Dreieck, der einen komplizierten Oberschenkelbruch zur Folge hatte, durfte Micky Winkler endlich wieder ein Rennmotortorrad bewegen. Sieben Tage weilte der Schleizer dafür im spanischen Almeria. An vier Tagen durfte sich der 17-Jährige auf der dortigen Rennstrecke austoben. „Mein Team hat mir diesen Test ermöglicht und eigens dafür ein Motorrad an die Strecke transferiert“, erklärt Micky Winkler. „Ich war im Vorfeld selbst gespannt, wie ich mich anstellen werde. Aber etwaige Bedenken erwiesen sich als völlig unbegründet“, zeigte sich der Schleizer erleichtert. „Die ersten Runden waren eine persönliche Angelegenheit. Die habe ich ganz bewusst langsam angehen lassen. Aber die mir bekannten Automatismen und Reflexe stellten sich erstaunlich schnell wieder ein und ich fand zügig den gewohnten Rhythmus wieder. Der komplette Test verlief nahezu problemlos. Auch das Bein sollte mir keinerlei Schwierigkeiten bereiten.“ Die erzielten Rundenzeiten waren von vornherein nebensächlich: „Es ging nur um das reine Fahren, das Gefühl für die Rennstrecke, die Geschwindigkeit und das Motorrad zurück zugewinnen. Die Maschine entsprach nicht ganz der IDM-Spezifikation. Also wären jegliche Vergleiche ohnehin schwierig geworden. Aber ich fühlte mich sofort wohl und ich war schnell. Alles funktionierte bestens, insofern bin ich für die diesjährige IDM-Saison bereit.“ Um für diese bestens gewappnet zu sein, stehen für Micky Winkler jetzt in den heimischen Gefilden weitere intensive Fitnesseinheiten auf dem Programm. Bevor Ende Mai die Saison für die Supersport-300-Piloten auf dem österreichischen Red Bull Ring eröffnet wird, werden den Schleizer auch noch einige Testfahrten mit seinem Team erwarten.

Jan Müller
Training German TT Schleiz 2019


Ausblick auf 2020
Schleiz.
Seit Ende Juli saß Micky Winkler auf keinem Motorrad mehr. Nach einem Sturz, ausgerechnet bei seinem Heimspiel auf dem Schleizer Dreieck, musste sich der Teenager mit einem gebrochenen Oberschenkel auseinandersetzen. Der Knochen ist inzwischen wieder zusammengewachsen. „Ich bin zwar noch nicht bei 100 % angelangt, aber auf einen guten Weg dorthin“, kann Micky Winkler berichten. Und eine weitere gute Nachricht darf der Schleizer verkünden: „Ich werde auch 2020 wieder ein fester Bestandteil des Teams Nutec - RT Motorsports by SKM, welches von Kawasaki Deutschland unterstützt wird, sein und erneut in der internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) an den Start gehen.“ Micky Winkler bekommt damit wieder die Chance, nach der missglückten Vorsaison, sein Talent auf einem hohen Niveau unter Beweis zu stellen. „Eigentlich geht alles so weiter, wie im letzten Jahr. Nur diesmal will ich die ganze Saison durchfahren. Platzierungen unter den ersten fünf sehe ich als ein ehrgeiziges, aber realistisches Ziel an.“ Ein erstes Rendezvous mit einem Motorrad strebt Micky Winkler für das neue Jahr an. „Ich will kein unnötiges Risiko eingehen. Bis dahin sollte meine Verletzung dann vollständig ausgeheilt sein.“ Jan Müller

Fotos: Jan Müller

Training German TT Schleiz 2019
Training German TT Schleiz 2019
Micky Winkler wird auch 2020 in den Farben des Teams Nutec - RT Motorsports by SKM in der IDM Supersport 300 auf Punktejagd gehen.


Interview
Wie geht es dir gut fünf Wochen nach dem Sturz?

Mittlerweile schon wieder ganz gut. Die zwei Gehhilfen haben sich zurzeit zu meinen beiden ständigen Begleitern entwickelt. Momentan darf ich das Bein bis zu 30 Kilogramm belasten. Aber ich mache Fortschritte und kann meinen persönlichen Alltag ganz gut meistern. Aktuell macht mir eher das Knie noch zu schaffen.

Welche Erinnerungen sind vom Unfall hängen geblieben?

Eigentlich war der Crash eher einer der harmloseren Kategorie. Ausgangs der Schikane in der Seng, am langsamsten Punkt der Strecke, habe ich einen Highsider fabriziert. Die spätere Auswertung mit dem Datarecording hat keine sonderlichen Auffälligkeiten offenbart. Wahrscheinlich waren die Reifen noch nicht richtig auf Temperatur und ich war vielleicht eine Spur zu aggressiv am Gas, was meinen Willen geschuldet war, unbedingt dem Spitzenpulk folgen zu wollen. Ich lag zu dem Zeitpunkt aussichtsreich auf Rang fünf oder sechs. Jedenfalls landete ich unsanft auf dem Asphalt. Das Problem war nur, dass das Feld eben nach nur einer Runde noch immer dicht beisammen war. Zwei, drei Fahrer konnten noch ausweichen. Mein Teamkollege Marvin Siebdraht hatte letztlich diese Möglichkeit nicht mehr und ist mir über den Oberschenkel gefahren.



Insofern kann man ja wirklich vom Glück im Unglück reden, dass die Geschichte nicht ganz anders ausgegangen ist. War dir sofort klar, dass dieser Crash nicht ohne Folgen geblieben ist?

Ja, ich spürte sofort große Schmerzen. Mein rechtes Bein konnte ich nur bedingt bewegen. Außerdem war optisch schon eine dicke Beule am betroffenen Oberschenkel, selbst durch die Kombi, auszumachen.

Im Krankenhaus kam dann die unliebsame Bestätigung?

So wirklich mitbekommen habe ich das alles nicht mehr. Noch auf der Strecke, im Rettungswagen, gab es was gegen die Schmerzen. Nach den ersten Untersuchungen landete ich gleich im OP und mich schmückte ein Fixateur externe – also eine Art Haltevorrichtung für den Knochen. Drei Tage später wurde mir ein circa 25 cm langer Nagel im Oberschenkel eingesetzt. Den darf ich jetzt ein anderthalbes Jahr mit mir herumtragen. Außerdem hat mein rechtes Knie einiges abbekommen.

Du bist nicht als sturzanfällig bekannt. Insofern stellt dies die erste schwerwiegende Verletzung für dich dar?

Von ein paar Abschürfungen an den Fingern abgesehen, bin ich bis bislang immer ganz glimpflich davon gekommen. Das ist eine jetzt völlig neue Erfahrung für mich. Wobei mir die Gefahren, die von meinem Hobby ausgehen, vollauf bewusst sind.

Kamen zu einem Zeitpunkt Zweifel an der Hobbywahl auf?

Nein, im Gegenteil. Meine Mutter hat mir erzählt, dass meine erste Frage nach der ersten OP sehr zielgerichtet war: „Ob denn das Rennen nach dem von mir verursachten Abbruch wieder gestartet wäre?“. Theoretisch hätte ich nämlich in diesem Fall sogar wieder mit von der Partie sein können.

Mittlerweile fanden bereits wieder zwei Veranstaltungen der IDM Supersport 300 statt. Ihr Motorrad hat mit dem WM-erfahrenen Walid Khan ein offizieller Ersatzfahrer pilotiert. Wie nimmt man das als ehrgeiziger Sportler auf?

Der Wehmut, nicht dabei sein zu dürfen, war und ist schon groß. Ich habe zwar den Jungs in Most einen Besuch abstatten können, aber man ist ja letztlich nur Zuschauer. Das nervt schon. Zumal ich diese Saison gerne noch bewiesen hätte, wozu ich eigentlich in der Lage bin.

Ist dieses Jahr noch eine Rückkehr auf die Rennstrecke geplant?

Das hängt natürlich ganz von meinen gesundheitlichen Fortschritten ab. Geht es nach mir, würde ich sofort wieder aufsteigen wollen. Das würde aber nicht funktionieren und wenig Sinn machen. Der nächste IDM-Lauf in Assen (6. bis 8. September) ist definitiv nicht machbar. Vielleicht klappt es ja zum Finale der IDM Ende September in Hockenheim. Das würde im Idealfall noch einen kurzen Funktionscheck im Vorfeld voraussetzen. Ich konzentriere mich jetzt vorrangig erst einmal auf die Physiotherapie.

Jan Müller

Training auf der "Heimstrecke"
German TT bei Bike Promotion
Kurz vor der IDM in Schleiz nutzte ich noch einmal die Gelegenheit im Rahmen der German TT bei Bike Promotion auf dem Schleizer Dreieck zu testen. Die Wetterbedingungen wechselten ständig. So hatten wir vom Sonnenschein bis Gewitter mit Starkregen alles dabei. Die Rundenzeiten waren trotzdem sehr vielversprechend. Ich denke ich bin gut vorbereitet für mein Heimrennen. Die IDM in Schleiz kann kommen. Ich bin kann es kaum erwarten. Ich würde mich freuen wenn Ihr mich an der Strecke unterstützt und mir kräftig die Daumen drückt.

Fotos: Jan Müller

Training German TT Schleiz 2019
Training German TT Schleiz 2019
In der Spitzengruppe bequem gemacht
IDM gastiert im Rahmen der German Speedweek im Motopark Oschersleben
Micky Winkler kommt den anvisierten Podiumsplatzierungen immer näher. Dem Schleizer Nachwuchspiloten fehlte bei den beiden IDM Supersport 300-Rennen im Motopark Oschersleben die letzte Durchschlagskraft, um Teil der Siegerzeremonie sein zu können.

Text und Fotos: Jan Müller

Rennen Oschersleben 2019
Rennen Oschersleben 2019
Dabei konnte der 17-Jährige eine Schwachstelle ablegen. „Meine Starts waren diesmal nicht die Schlechtesten“, freute sich Micky. Nach Trainingsplatz fünf konnte der Schleizer beide Rennen aus einer aussichtsreichen Position in Angriff nehmen. „Die erste Runde des ersten Laufes bin ich etwas zaghaft angegangen. Nach einem Überholversuch musste ich dann zu allen Überfluss auch noch über die Wiese ausweichen. Die Spitzengruppe lag dann für mich außer Reichweite. Ich habe alles versucht, aber mehr wie Rang sieben war dann nicht mehr möglich.“ Beim zweiten Rennen des Tages tummelte sich Micky lange aktiv auf den vorderen Plätzen. „Alles stimmte. Der Start. Das Motorrad. Der Fahrer. Ich konnte problemlos mit der Spitzengruppe mithalten.“ Vier Runden vor Ultimo tat sich aber ein unvorhersehbares Problem auf: „Ich strandete hinter einen Überrundeten und es tat sich sofort eine Lücke zur Führungsriege auf. Das waren letztlich die entscheidenden Meter.“ Micky rollte als Sechster über die Ziellinie, was letztlich kein Grund darstellen sollte, Trübsal blasen zu müssen. „Das Wochenende hat einmal mehr bewiesen, dass wenn alles passt, ich ganz vorne mithalten kann“, von meinem Ziel Podestränge einzufahren, rückte ich keinen Millimeter ab. Das ist absolut machbar.“ Die nächste Möglichkeit diesen Plan umzusetzen bekommt Micky Winkler am letzten Juli- Wochenende direkt vor seiner Haustüre. Die Nachwuchsklasse der IDM wird dann ihre nächste Runde auf dem Schleizer Dreieck austragen. Zuvor stehen für den aktuell auf Rang sieben der IDMGesamtwertung rangierenden Schleizer noch zwei Testveranstaltungen an gleicher Stelle auf dem Programm.

Text und Fotos: Jan Müller

Es geht endlich wieder los
Saisonauftakt für Micky Winkler in der IDM
Am vergangenen Wochenende durften die Piloten der Internationalen deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) beim Saisonauftakt auf dem Eurospeedway Lausitz endlich wieder ordentlich am Gashahn drehen. Für Micky Winkler galt es die erste Bewährungsprobe mit neuen Team und neuem Motorrad zu meistern. Der Schleizer, der seine persönliche Saisonerwartung bewusst hoch angesetzt hat, hinterließ im munteren Feld der Supersport 300 Kategorie eine gute Figur.

Training Most 2019
Training Most 2019
Mit dem dritten Startplatz gelang es dem Gymnasiasten bereits einen echten Fingerzeig zu vollführen. „Da ist mir eine Superrunde gelungen.“ Die Ausgangsposition, mit einem Platz in der ersten Reihe, war damit für die beiden anstehenden Rennen nahezu optimal. „Leider bremste mich im ersten Lauf ein Problem mit der Elektronik am Motorrad ein. Ich war dadurch nicht konkurrenzfähig und musste mit einem achten Rang zufrieden sein“, schildert Micky Winkler sein Premierenrennen auf einer Kawasaki. Nach dem sonntäglichen Rennen haderte Micky Winkler selbstkritisch über einen verbesserungswürdigen Start. „Das hat mir einiges verbaut.“ Der 17-Jährige fand sich in einer fünfköpfigen Kawasaki-Gruppe wieder. „Da wollte natürlich keiner nachgeben. Aber die vielen Positionskämpfe haben uns nicht wirklich schnell gemacht. Du musstest ständig auf der Hut sein, zumal drei der vier direkten Kontrahenten auch noch die eigenen Teamkollegen waren. Das hat meinen Vorwärtsdrang aufgehalten und der Zug nach ganz vorne war natürlich dann schon abgefahren. Ich bin mir sicher, dass in diesen Rennen einiges mehr möglich gewesen wäre als letztlich Platz 9, denn das Bike hat sich richtig gut angefühlt.“ Die nächste Möglichkeit, einen Angriff auf die vorderen Plätze zu starten, bekommt Micky Winkler vom 6. bis 9. Juni. Die IDM gastiert im Rahmen der Speedweek dann in Oschersleben.

Text und Fotos: Jan Müller


Erste Trainingsrunden mit dem neuen Motorrad
Hallo, hier ein kurzer Bericht von den letzten Trainings in Most und Oscherleben. Wir sind nun gut vorbereitet und es kann endlich losgehen. Ich freue mich schon auf das 1. Rennen auf dem Lausitzring vom 17.05.-19.05.2019. Viele Grüße Micky

Training Most 2019
Training Most 2019
Training Most 2019
Training Most 2019
Bilder von den ersten Traingsrunden in Most
Nach erfolgreichem Abschluss des Trainings mit Troy Beinlich
Gemeinsam mit Troy Beinlich
Zufrieden nach dem Rennen

 

Es ist angerichtet

Wenn ab dem 17. Mai die Saison der Internationalen deutschen Motorradmeisterschaft auf dem Lausitzring wieder mit Vollgas in die Gänge kommt, ist das Supersport 300 - Team Nutec - RT Motorsports by SKM bestens vorbereitet. Nach den ersten Tests mit ihren zum Teil neuen Sportgeräten fällt der Tenor von Micky Winkler, Troy Beinlich und Colin Velthuizen ausnahmslos positiv aus. Die bereits gewonnenen Erkenntnisse lassen auf ein erfolgreiches Jahr aus hoffen.

Auf ein neues Team und ein neues Motorrad musste sich Micky Winkler einstellen, was prima funktionieren sollte. „Ich kam auf Anhieb mit der Kawasaki bestens zurecht. Das Bike liegt mir“, freute sich der Schleizer. „Nach dem ersten „Kennenlernen“ in Brünn konnte ich in Most gleich einige richtig schnelle Runden drehen.“ Der positive Eindruck sollte sich auch in Oschersleben bestätigen, wobei kleine Unwägbarkeiten nicht ausblieben. „Zunächst purzelten meine Zeiten, dann purzelte ich.“ Der reichliche Bodenkontakt ist bei Micky Winkler eigentlich ungewohnt, dennoch bleibt der 17-Jährige tiefenentspannt und freut sich auf den baldigen Saisonstart. „Das bremst mich bestimmt nicht ein, eher im Gegenteil. Ich will vorn angreifen.“

In das gleiche Horn stößt auch Teamkollege Troy Beinlich. Dem Pößnecker gelangen in Oschersleben – nur da gab es Vergleichswerte aus den Vorjahren – Rundenzeiten, die er in der Magdeburger Börde bis dato noch nie gefahren ist. Dennoch wird es keine leichte Aufgabe für den 16-Jährigen werden, sich gegenüber seinen beiden schnellen Teamkollegen Micky Winkler und dem Niederländer Colin Velthuizen zu behaupten. Vater Knut Beinlich, der als Chefmechaniker im Team für die Technik zuständig sein wird, sieht großes Potenzial in Reihen seiner Mannschaft. „Wir müssen uns vor niemanden verstecken. Alle drei Jungs haben erfolgversprechende Arbeit abgeliefert. Wir wollen mit den Kawasaki´s regelmäßig auf dem Podium landen.“

Jan Müller


Das neue Motorrad 2019
Neues Motorrad für 2019


Schleiz. „Top fünf Ränge sollen es wenigstens werden“, lautete die klare Ansage von Micky Winkler. Der Schleizer Rennfahrer hatte seine Förderer in die Rennstadt geladen und präsentierte nicht ohne Stolz sein neues Sportgerät. „Auch wenn ich die Kawasaki noch nicht fahren konnte, verspreche ich mir einiges von ihr.“ Alleine auf dem Blatt Papier steht die kleine Ninja, im Vergleich zu seinem letztjährigen Motorrad, um einiges besser da. „Die Geometrie des Motorrades ist eine komplett andere. Die Kawa wirkt weitaus erwachsener“, stellte der IDM Supersport300-Pilot nach dem ersten Aufsetzen fest. Nicht nur die neue Maschine trägt für die gewachsenen Ambitionen des Gymnasiasten Sorge. Auch sein neues Team – Nutec - RT Motorsports by SKM - Kawasaki – steigert die persönliche Erwartungshaltung von Micky Winkler. „Erstmals werde ich die Möglichkeit haben, mit einem professionell aufgestellten Team mein Können unter Beweis zu stellen. Auch wenn einiges an Neuland auf mich zukommen wird, kann ich es kaum erwarten, dass es endlich losgeht.“ Die Premierenausfahrt auf der Kawasaki, unter der Federführung seines neuen Teams, ist für Micky Winkler in den nächsten Tagen im tschechischen Brünn angesetzt. „Dort wird es vornehmlich um die diversen Grundeinstellungen gehen. Beim anschließenden Test in Most (CZE), wird dann schon intensiver auf die Uhr geschaut werden“, klärt der 16-Jährige mit großer Vorfreude auf. Für die Testfahrten stehen dem Schleizer, der offiziell von Kawasaki Deutschland Unterstützung erhält, ein eigens bereitgestelltes Motorrad zur Verfügung. Um auch körperlich bestens für die anstehenden motorsportlichen Aufgaben gerüstet zu sein, intensivierte Micky Winkler sein Konditions- und Fitnesstraining. „Ich habe definitiv noch nie so viele Kilometer auf einem Rad abgespult oder mit dem Laufen zugebracht.“
Jan Müller

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