Sportbike-Pilot Micky Winkler sprach von einem sehr speziellen Wochenende. 40 Grad Luft- und 70 Grad Asphalttemperatur. Bei der dritten EuroMoto-Veranstaltung des Jahres im tschechischen Most war bei allen Beteiligten mächtig schwitzen angesagt. „Die Bedingungen waren hart.“ Das WSC Racing Team wusste sich mit jeder Trainingssession zu steigern und tastete sich suggestiv ans Limit heran. „Wir haben wieder viel probiert und viel versucht, einfach um das Bike noch besser zu verstehen.“
Im Qualifying verpasste es Micky Winkler, die perfekte Runde zu setzen. „Ich kann bei einem neuen Reifen noch nicht die eigentliche Leistungsentfaltung herauskitzeln. Die Performance der Pneus unterscheidet sich von einem neuen zu einem, der schon 15 Runden im Betrieb ist, nur minimal.“
Dennoch war die Erwartungshaltung vor den beiden Rennen beim Schleizer hoch: „Meine Rennpace ist in der Regel immer hoch und mein Fitnesslevel sollte mir hier bei der Hitze entgegenkommen.“
Nicht in die Karten von Micky Winkler spielte das samstägliche Rennen, das nach zwei Abbrüchen annulliert wurde und überhaupt keine Wertung bekommen sollte. Der Schleizer versuchte, sich im zweiten Durchgang bewusst aus allen Scharmützeln herauszuhalten, wurde aber dennoch in den ersten Kurven von der übermotivierten Konkurrenz weit geschickt. Bei der anschließenden Aufholjagd überfuhr Winkler seine Aprilia und kämpfte ab Rennmitte mit einer stumpfen Waffe, da sein Bike komplett überhitzte. Platz 11 war letztlich das Maximum, was beim Ostthüringer nicht als die Idealvorstellung gewertet wird.
Für Micky Winkler bleibt jetzt ein Monat Zeit bis zur nächsten EuroMoto-Veranstaltung, die dann vom 31. Juli bis 2. August in der Motorsport Arena Oschersleben steigen wird.
Text: Jan Müller
Fotos: André Mürke



